Archiv

Auf den folgenden Seiten finden sie archivierte Meldungen zu den Aktivitäten im Bereich Paludikultur.

Aktulle Meldungen finden sie im Aktuelles.

Heizwerk Malchin offen am Tag der Erneuerbaren Energien
Am Tag der Erneuerbaren Energien Mecklenburg Vorpommern (Samstag 25. April 2015) öffnet das Heizwerk der Agrotherm GmbH in Malchin seine Türen für Besucher. Es ist weltweit das erste Heizwerk für Biomasse von nassen Niedermooren. Betreiber Ludwig Bork wird ab 15:00 Uhr Besonderheiten und Herausforderungen der halmgutartigen Biomasse als Brennstoff erklären und durch die Anlage (Basedower Str. 76, 17139 Malchin) führen. Moorforscher des Paludi-Pellets-Projektes der Universität Greifswald werden Einblicke in ihre aktuelle Forschung zur nachhaltigen Nutzung von Niedermooren geben, insbesondere zur energetischen Verwertung.

Info-Veranstaltung zu Paludikultur
Informationen zu Paludikultur und zur energetischen Verwertung von Niedermoorbiomasse im Heizwerk in Malchin gibt es am Dienstag 28. April in Bad Sülze im Amt Recknitz-Trebeltal (Am Markt 1) von 10-13 Uhr. Eingeladen sind vor allem Vertreter aus der Praxis, wie Landwirte, Schilfwerber, Wärmeabnehmer und Stadtvertreter. Auch andere Interessierte sind herzlich willkommen.

Paludikultur präsent auf "Grüner Woche"
Auf der "Grünen Woche", der internationalen Ausstellung der Ernährungs- und Landwirtschaft sowie des Gartenbaus, wurde das Thema Paludikultur von 21.-26. Januar 2015 an einem eigenen Stand präsentiert. In diesem Rahmen konnte sich auch das neue Greifswald Moor Centrum erstmmals der Öffentlichkeit vorstellen.

Ankündigung: Vortrag zu Paludikultur
Am 18. November referieren Greifswalder Paludikultur-Experten zu nachhaltiger Bewirtschaftung nasser Flächen beim Förderverein Peenetal in Anklam. Der Vortrag von 18:30-20:30 in der Gaststätte am Steintor (Neuer Markt 3, 17389 Anklam) ist für alle Interessierten offen.

Neu auch für Naturschützer - Info-Stand "Paludikultur" auf 20. Naturschutztag SH
Die nachhaltige Bewirtschaftung nasser Flächen kann auch unter Naturschützern noch viel bekannter werden, merkten Greifswalder Moorkundler auf dem 20. Naturschutztag Schleswig-Holstein in Rendsburg Ende November. Mehr als 400 Naturschützer waren zum Tag unter dem Leitthema ‚Auen und Moore- Schlüssel für Lebensqualität und grünes Wachstum‘ im Norden der Republik gekommen. Mit zwei Vorträgen und einem Info-Stand zu Paludikultur samt Schilfbündel und Torfmoos sorgten die Greifswalder für mehr Paludikultur-Wissen unter den Tagungsteilnehmern und stießen auf reges Interesse.

Hochrangig aus Russland
Auf einer Studienreise im April 2015 konnten sich hochrangige Ministeriale aus den russischen Regionen Moskau und Twer zu den Methoden und Umsetzungen von Moorwiedervernässung in Deutschland und den Niederlanden informieren. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) organisierte einen Workshop in Bonn, auf dem das erfolgreiche Modell der MoorFutures vorgestellt wurden. Das innovatives Finanzierungsinstrument für die Moorwiedervernässung hatten Experten des GMC maßgeblich mitentwickelt. Es wurde angeregt diskutiert, wie dieses Modell auch in Russland Anwendung finden könnte. Die Reise wurde von Wetlands International und der Michael Succow Stiftung, Partner im GMC, im Rahmen des Projektes Moorrestauration in Russland durchgeführt.

Paludikultur-Workshop in Twer - ein erster Schritt
Vom 21.-22. April fand an der Staatlichen Technischen Universität Twer (Russland) ein erster internationaler Workshop zum Thema Paludikultur statt. Er sollte Paludikultur in Russland bekannter machen und vor allem die ökonomischen Anreize für die Vernässung zur Vermeidung von Torfbränden und Klimagasen aufzeigen. Vorgestellt wurden Ergebnisse dortiger Pilotversuche zur Schilfkultivierung und –nutzung und Resultate anderer Paludikultur-Projekte, etwa aus dem „Wetland Energy“Projekt in Belarus. Den Workshop veranstaltete das an die Universität Twer angeschlossene Torfinstitut gemeinsam mit der Michael Succow Stiftung, Partner im Greifswald Moor Centrum, im Rahmen des Projektes zur Restauration vonMooren in Russland. In Twer hatte sich seit dem frühen 20ten Jahrhundert die russische Moorforschung zur Erschließung der Moore für den Torfabbau zur Energiegewinnung unter der Leitung von Ivan Radchenko entwickelt. Auf den nach ihm benannten, aber 1993 geschlossenen und weitgehend brach liegenden, Moorforschungscampus ‘Radchenko‘ führte während des Workshops eine Exkursion. Noch heute liegen dort die Projektversuchsflächen des Torfinstituts. Für die Zukunft besteht in Twer großes Interesse an einer Kooperation zum Wissensaustausch mit dem Greifswald Moor Centrum (GMC), um die Möglichkeiten einer nachhaltigen Moornutzung weiterhin in Russland zu propagieren.

Paludikultur in Webinar - Audio und PPs jetzt online!
Fünf Beiträge zu Paludikultur bot das Webinar “Challenges and Solutions for Responsible Peatlands Management”, organisiert am 1. Oktober 2014 durch das "Mitigation of Climate Change in Agriculture (MICCA)"-Programm der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (Food and Agricultural Organisation of the United Nations, FAO). Die Präsentationen sind nun online verfügbar:
Avagyan, Armine (FAO):
Characteristics of responsible management of peatlands; click here for audio
Abel, Susanne (Universität Greifswald):
Paludiculture options for responsible utilization of peatlands in Indonesia; click here for audio
Haberl, Andreas (Michael Succow Stiftung):
Biomass from reeds for energy production in Belarus ; click here for audio
Joosten, Hans (Universität Greifswald):
Outlook: Priority actions and requirements for responsible management; click here for audio
Xiaohong, Zhang (Wetlands China):
Sustainable grazing for peatlands restoration in China; click here for audio

Neue MICCA-Peatland Broschüre
Ein neues Guidebook zu nachhaltiger Moornutzung “Towards climate-responsible peatlands management” ist nun erhältlich. Herausgeber ist das Mitigation of Climate Change in Agriculture-Programm der Welternährungsorganisation (Food and Agricultural Organization of the United Nations, FAO). Das Guideboook enthält Greifswalder Beiträge zu Röhricht-Biomasse als energetischem Ersatz für Torf und zu Torfmoosen als Ersatzsubstrat für Torf im Gartenbau.

Paludikultur in Webinar
Das Webinar “Challenges and Solutions for Responsible Peatlands Management” am 1. Oktober 2014 wird mehrere Beiträge zu Paludikultur bieten. Organisator dieses digitalen Seminars ist das "Mitigation of Climate Change in Agriculture (MICCA)"-Programm der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (Food and Agricultural Organisation of the United Nations, FAO). Eine Online-Diskussion ist vom 30. September bis zum 7. Oktober möglich. Hier die Anmeldung zum Webinar am 1. Oktober von 10:00-11:30 Uhr (Zeitzone CEST).

“Torfmoos“ ist eine „Innovation querfeldein“
„Torfmooskultivierung“, ein Forschungsprojekt der Universität Greifswald in Kooperation mit Torfwerk Mokura in Ramsloh und anderen Partnern, gehört zu den 100 Preisträgern des bundesweiten Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2014. Der Wettbewerb steht in diesem Jahr im Zeichen des Mottos „Innovationen querfeldein – Ländliche Räume neu gedacht“. Deutschlandweit bewarben sich rund 1.000 Forschungseinrichtungen, Unternehmen oder Vereine. Am 3. Juli nehmen Mitglieder des „Torfmooskultivierung“-Forschungsprojektes am Netzwerktreffen der 100 Preisträger teil. Am 27. März 2015 feiert “Torfmooskultivierung“ seine Auszeichnung auf der Versuchsfläche in Hankhausen. Im Oktober und November 2014 wählt die Öffentlichkeit per Online-Abstimmung den Publikumssieger.

Mehr unter:“Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen - Torfmooskultivierung” und “Greifswalder Projekt „Torfmoos“ ist Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen”.

VIP: Projekt zur Paludikultur auf der Jahrestagung des Nachhaltigkeitsrates
„Moor muss nass!“ – so das Fazit der Präsentation von Professor Joosten auf der Jahrestagung des Rates für Nachhaltige Entwicklung am 2. Juni 2014 in Berlin. Unter der Überschrift „Durchbrüche und Zumutungen“ präsentierten sieben Expertinnen und Experten zu Beginn der Tagung neue Impulse für eine nachhaltige Entwicklung. Professor Joosten ging in seinem Beitrag natürlich auf die nasse Moor­bewirt­schaftung ein, die auch im Rahmen des VIP-Projektes weiterentwickelt wurde. Klimaschutz und Naturschutz gehen hier Hand in Hand mit Regionalentwicklung und regionaler Wertschöpfung, so der Greifswalder Professor. Der gesamte Beitrag ist als Videostream dokumentiert.

Mehr zum Vortrag von Professor Joosten sowie zur Jahrestagung des Rates für Nachhaltige Entwicklung finden Sie hier. (Text: Thomas Weith)

Vorstellung Hydrologisch-hydrogeologisches Gutachten für das Thurbruch, Süd-Usedom
Am Mittwoch 2. Juli, 19:00 wird in Ahlbeck im Anbau der Pommernhalle (Bahnhofstraße, Sporthalle) das Hydrologisch-hydrogeologische Gutachten für das Thurbruch öffentlich vorgestellt. Das Gutachten wurde im Rahmen des BMBF Forschungsprojektes „VIP – Vorpommern Initiative Paludikultur“ von der Universität Greifswald beauftragt. Es ergänzt das Bürgergutachten „Zukunft des Thurbruchs - Ein Leben mit dem Moor“, welches von 25 zufällig ausgewählten Bürgern aus der Region erarbeitet wurde. Im hydrologisch-hydrogeologischen Gutachten werden die Nutzungsgeschichte und deren Folgen für das Moor sowie die aktuelle Situation im Hinblick auf die Entwässerung des Moores aufgearbeitet. Weiterhin betrachtet das Gutachten Möglichkeiten einer Optimierung des Wassermanagements mit den Zielen die Kosten für die Entwässerung zu reduzieren, eine dauerhafte Nutzung in Paludikultur zu ermöglichen und Siedlungsbereiche vor negativen Einflüssen zu schützen.

Alle Interessierte sind herzlich zur Vorstellung des Gutachtens eingeladen.

Das Gutachten und weitere Studien zum Thurbruch die im Rahmen des Forschungsprojektes erarbeitet wurden, können in Kürze unter “www.vip.paludikultur.de” eingesehen werden.

Mehr Moor-Erfolge zeigen
“Global Peatland Restoration Demonstrating Success Booklet” ist Titel der aktuellen Best practice-Broschüre des International Union for Conservation of Nature United Kingdom Peatland Programme (IUCN UK Peatland Programme). Am 29. April stellte der IUCN diese in seiner Brüsseler Vertretung vor. Die Publikation enthält sieben Beiträge Greifswalder Moor- und Paludikultur-Experten. Die Broschüre mit zahlreichen Fallbeispielen soll international ein politischer Türöffner für Anliegen der Moorrestauration sein.
Download und weitere Informationen: “Global Peatland Restoration Demonstrating Success Booklet”

Statusbericht „Carbon Market Approaches for Peatlands“
Die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) des Umweltbundesamtes hat im März einen aktuellen Statusbericht „Carbon Market Approaches for Peatlands“ vorgelegt. Die Moorforscher der Universität Greifswald waren daran maßgeblich beteiligt. Welche Klimaschutzinstrumente für den Erhalt und die Entwicklung von Mooren sind auf internationaler Ebene vorhanden. Wird die Klimawirkung von Mooren in Marktmechanismen sowie in bestehenden oder geplanten Emissionshandelssystemen berücksichtigt? Welche internationalen Förderungen für die Renaturierung von Mooren in Entwicklungsländern existieren und welche Rolle spielt das auf den Klimaverhandlungen in Warschau 2013 verabschiedete Regelwerk für REDD+ ? Diese und weitere Fragen werden im Bericht analysiert.
Download unter: „Carbon Market Approaches for Peatlands“

"Best Practice"-Broschüre
Die International Union for Conservation of Nature (IUCN) bringt eine Broschüre zu erfolgreicher Moorrestauration mit internationalen Fallbeispielen heraus. Das “Global Peatland Restoration Demonstrating Success Booklet” enthält sieben Beiträge Greifswalder Paludikultur-Experten. Die Broschüre soll international ein politischer Türöffner für Moorrestaurationsanliegen sein. Am 29. Apil wird die Broschüre im Welsh Assembly Office in Brüssel vorgestellt und dann als Download zur Verfügung stehen.
Mehr Information unter: http://www.iucn-uk-peatlandprogramme.org/

Neues IPPC-Supplement
Der internationale Klimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) hat die Richtlinien zur Inventarisierung von Treibhausgasemissionen um eine Beilage zu Mooren ergänzt. Das 2013 "Supplement to 2006 IPCC Guidelines for National Greenhouse Gas Inventories" ist verfügbar unter:
http://bit.ly/1kqeple (ganzer Bericht; engl.)
http://bit.ly/1i670Y6 (Übersicht; engl.)

Mehr Paludikultur für Irland
Der Entwurf für eine neue nationale Moor-Strategie in Irland sieht in Punkt 20 vor: “Neue Techniken zur Wertschöpfung wie Paludikultur, insbesondere die Kultivierung von Torfmoosen, werden erschlossen“ (Seite 24).
Mehr Information unter: http://www.npws.ie/media/npws/Final National Peatlands Strategy.pdf

Palmölanbau auf Moorböden
Wetlands International entwickelt mit "Practical guidance for implementing RSPO - Principles and Criteria in relations to peatlands" Handlungsempfehlungen, mit denen sich die negativen Auswirkungen des Palmölanbaus auf Moorböden mindern lassen. Der RSPO ist der auf Initiative des WWF 2004 gegründete Runde Tisch für nachhaltiges Palmöl. Anmerkungen zum Entwurf Practical guidance for implementing RSPO... nimmt die NGO unter post(at)wetlands.org entgegen.

UNFCCC 2013 in Warschau
Vom 11.-22. November nimmt Moorforscher Prof. Hans Joosten am Klimagipfel (United Nations Framework on Climate Change - UNFCCC) in Warschau teil. Dessen Nebenorgan Subsidiary Body for Scientific and Technical Advice (SBSTA) klärt wissenschaftliche und technische Fragen, etwa für die Programme LULUCF (Land Use, Land-Use Change and Forestry - LULUCF) oder REDD (Reducing Emissions from Deforestation and Degradation). In beiden setzt sich Joosten für die Anrechnung von Klimaleistungen aus Mooren ein.

DBU-Promotionsstipendium
Promotionsstipendiat Balazs Baranyai (Ungarn) will alte und neue Vermehrungsmethoden und Technologien („Torfpads“) von Drosera rotundifolia (Sonnentaukraut) auf den im Rahmen der Paludikultur-Projekte der Universität Greifswald eingerichteten Torfmoosfelder testen. Das überzeugte die Promotionskommission der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Sie gewährte Herrn Baranyai ein Stipendium. Die ausgewählten Torfmoosfelder bieten in Deutschland einzigartigen Möglichkeiten zu einem biologisch zertifizierten und nachhaltigen Anbau von Drosera rotundifolia zu entwickeln.

Rettet die Moore
Für die halbstündige Sendung „Rettet die Moore“ auf SWR2 Wissen war Reporterin Anna Floreske mit Greifswalder Torfmoosexperten auf die Versuchsflächen in Hankhausen unterwegs:SWR2-Sendung "Rettet die Moore"...

RBB Reportage: Moore - die lange unterschätzten Klimaretter
Am 14.10.2013 zeigte RBB Ozon eine Reportage zu Moornutzung und Paludikultur. Die Sendung gibt einen Überlick über verschiedene Moortypen, ihe Nutzungsgeschichte, ihre Bedeutung für das Klima und stellt Paludikultur als alternative Form der landwirtschaftlichen nutzung vor. Gleichzeitig werden auch Konflikt mit den Landnutzern nicht verschwiegen. Die äußerst sehenswerte Reportage kann in der Mediathek des RBB angeschaut werden. zur Mediathek...

Memorandum der internationalen Konferenz RRR2013
Die Teilnehmer der inter­natio­nalen Konferenz "Reed as a Renewable Resource" haben ein Memorandum veröffentlicht. pdf...